Das Problem heißt nicht Kerosin – sondern Abhängigkeit

Gastauthor

von Markus Milz

17.04.2026

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6 Wochen. So lange reicht…


…Europas Kerosin noch. Und das ist noch nicht die eigentliche Nachricht:


Sondern dass euer Sommerurlaub nach Mallorca vielleicht ausfällt. Und auch das nicht mal das größte Problem ist.


Fatih Birol, Direktor der Internationalen Energieagentur, hat diese Woche gesagt, was Vorstände und Einkaufsleiter eigentlich seit Jahren wissen. Er hat dies nicht auf X gepostet und auch nicht in einem Hintergrundgespräch gestreut. Sondern der zweitgrößten Nachrichtenagentur der Welt, AP, ins Mikrofon gesagt:


Europa steuert auf Flugstreichungen zu, wenn die Straße von Hormus gesperrt bleibt. Seine Worte: „Die größte Energiekrise, die wir je hatten." Die IEA wurde 1974 gegründet, um genau solche Lagen zu vermessen. Man sollte also zuhören. Europa hat während ihr dies hier lest noch für 41 Tage Kerosin. Und einen Plan, der keiner ist.


Parallel erreicht mich über Herbert Saurugg – dem ich für den Hinweis danke – eine Rückmeldung aus dem Kunststoffmarkt: HDPE, LDPE, LLDPE werden knapp. Polyethylen kommt aus Naphtha, Naphtha kommt aus derselben Wertschöpfungskette wie Kerosin. Folienhersteller stehen vor leeren Lagern, die Einkäufer ahnen es noch nicht.


Wer jetzt nach dem nächsten Lockdown ruft, hat aus 2020 nichts gelernt. Wer nach neuen Abhängigkeiten ruft – Hauptsache billig, Hauptsache schnell – hat aus 2022 nichts gelernt. Die ehrliche Antwort lautet: Diversifikation, Resilienz, Szenarioplanung. In allen Richtungen offen bleiben. Technologieoffen. Lieferantenoffen. Und vor allem: ideologisch offen.


Wenn wir Rohstoffe ausschließlich bei lupenreinen Demokratien einkaufen wollten, dürften wir nur noch aus Legoland, Lummerland und Helgoland beziehen. Nicht nur Russland – alle rohstoffexportierenden Länder haben Dreck am Stecken.


Die einzige vernünftige Strategie heißt: nie wieder einseitig abhängig. Nach keiner Seite. Zu allen offen. Das ist keine Ideologie. Das ist Betriebswirtschaft.


Wer das verdrängt, macht sich die Welt bequem.


Mein Rat aus 25 Jahren Strategieberatung: Holt euch die Lage selbst in den Kopf, bevor es jemand anderes für euch tut. Denkt lieber selbst, bevor es andere für euch tun!


Darum meine Empfehlung:


Ein KI-gestützter internationaler Pressespiegel, der Quellen aus dem gesamten politischen Spektrum aus der ganzen Welt kuratiert, dauert 20 Minuten im Setup und spart euch drei Wochen blinder Fleck.


Übrigens: Ich habe dafür einen Prompt entwickelt, der genau das leistet: ungefiltert, mehrsprachig, mit Qualitätsgewichtung.


Wer ihn haben möchte, gerne hier melden!