Der größte Wettbewerbsnachteil heißt Langsamkeit

Gastauthor

von Markus Milz

29.01.2026

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Was, wenn nicht fehlende Tools das Problem sind – sondern...


...fehlende Geschwindigkeit?


Gestern habe ich bei igus SE & Co. KG eine Keynote zum Thema


𝗞𝗜 𝗶𝗺 𝗩𝗲𝗿𝘁𝗿𝗶𝗲𝗯 – 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗗𝗼𝗸𝘂, 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗞𝘂𝗻𝗱𝗲


gehalten.


Rund 200 Menschen. Vertrieb, Marketing, Führung und andere. Viele kluge Fragen. Viel Offenheit. Ein tolles, digital-und marketingaffines Team.


Dort habe ich meine folgende Beobachtung geteilt:


In den letzten 3 Jahren haben sich Technologien exponentiell entwickelt.

Rechenleistung. Daten. KI. Automatisierung. ChatGPT hat soeben - NACH NUR DREI JAHREN - die Zahl von EINER MILLIARDE NUTZERN geknackt!!!


Der Vertrieb hingegen arbeitet vielerorts noch mit nahezu identischen Programmen:

– Messen

– Ausschreibungen

– Handelsvertreter

– auf Anfragen warten

– etwas Kaltakquise


Die Frage ist nicht, ob diese Kanäle funktionieren.


Die Frage ist: Warum sehen Akquisestrategien und Organigramme 2026 vielerorts noch aus wie 2006?


In meiner Keynote haben wir darüber gesprochen,


- welche Teile der Sales Funnel heute digitalisiert, automatisiert oder durch KI ersetzt werden können,

- wo Vertrieb radikal mehr Zeit beim Kunden verbringen sollte,

- und warum Geschwindigkeit – im Denken, Entscheiden, Umsetzen – in rezessiven Zeiten zum echten Differenzierungsmerkmal wird.


KI ist dabei kein Ersatz für Menschen.


Aber sie ist ein Beschleuniger für die richtigen Dinge.


Und sie ermöglicht Menschen das zu tun, was nur Menschen tun können.


Ich möchte nicht mit einem Algorithmus oder einem humanoidem Roboter ein Bier trinken gehen. Aber mit einem spannenden Menschen z.B. aus dem Sales oder meinen Kunden schon.


Und damit ich die Freiräume habe, dies tun zu können, brauche ich Maschinen, die mich von "all dem langweiligen Papier- und Reportingkram" entlasten.


Danke an das Team von igus für die Offenheit, den Tiefgang und die Qualität der Diskussion.


Danke an Guido Lopes für den richtigen Satz


Marketing spielt den Freistoß.

Sales macht das Tor.

KI hilft beiden – aber schießt nicht selbst.


Besonderer Dank an Christoph Meckel und Tim Keggenhoff für das gute Briefing, an Prof. Dr. Klemens Skibicki für die Empfehlung – und an die vermittelnde Redneragentur rund um Martin Klapheck für das saubere Setup.


Mein Eindruck nach gestern, liebes igus-Team:

👉 Ihr stellt die richtigen Fragen.

👉 Ihr denkt abteilungsübergreifend.

👉 Ihr habt verstanden, dass Sales, Marketing und KI zusammengehören.


Weiter so - an euch ist die nachfolgende Frage sicher NICHT gerichtet.


Aber an alle anderen die Frage in die Runde:


Wo bremst euch heute weniger die Technik – sondern eher Struktur, Mindset oder Organisation? Bei wem gilt nach wie vor "2006 hat angerufen. Es möchte sein Vertriebsprogramm zurück"?


Und wenn ihr euren Vertrieb heute neu bauen würdet – wie viel davon sähe wirklich noch aus wie bisher?


Bin gespannt auf die Antworten :)


P.S.: Wer sich ebenfalls für diese Themen oder eine Keynote interessiert - gerne hier melden!