Einnahmenproblem oder Effizienzdefizit?

Gastauthor

von Markus Milz

25.02.2026

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Die mächtigsten Regierungen der Welt können…


…Obdachlosigkeit nicht lösen. Aber das Problem steigender Erdtemperatur schon – wenn du mehr Steuern zahlst.


Ich überspitze?

Vielleicht. Aber schauen wir nüchtern auf die Realität:


Wir in Europa - allen voran Deutschland - leben in Staaten mit historisch hohen Steuerquoten und Rekordeinnahmen. Deutschland liegt - neben Belgien - weltweit an der Spitze, wenn wir die Abgabenlast (Steuern + Sozialabgaben) betrachten.


Gleichzeitig bestehen strukturelle Dauerprobleme, die seit Jahrzehnten nicht gelöst werden:


1. Obdachlosigkeit in wohlhabenden Volkswirtschaften

2. Überlastete Gesundheitssysteme trotz Milliardenbudgets

3. Marode Infrastruktur (Brücken, Straßen, Schienen)

4. Langsamer Glasfaserausbau im internationalen Vergleich

5. Bildungssysteme mit sinkenden Leistungsniveaus

6. Bürokratieaufwuchs statt Verwaltungsdigitalisierung

7. Explodierende Renten- und Soziallasten ohne nachhaltige Reform

8. Ineffiziente Großprojekte mit massiven Kostenüberschreitungen

9. Ineffiziente Energiepolitik mit versuchter Preis- statt Versorgungssicherheit

10. Marodierende innere Sicherheit mit zunehmender Belastung der Justizsysteme


Es stellt sich die unbequeme Frage:

Wenn diese strukturellen Kernaufgaben eines Staates trotz enormer Einnahmen ungelöst bleiben – ist das primär ein Einnahmenproblem?


Oder ein Allokations- und Effizienzproblem?


Die Debatte wird häufig verkürzt:

„Mehr Geld = mehr Lösung.“


Doch jedes Unternehmen weiß:

Mehr Budget ersetzt keine Priorisierung.

Keine Prozessoptimierung.

Keine Governance.


Vielleicht brauchen wir weniger moralische Aufladung – und mehr Wirkungscontrolling. Und vor allem: Mehr Haftung für das Tun der verantwortlichen Veruracher!


Meine 2 Cents zum Sonntag...


Was meint ihr?