Führung ohne Vorbild ist keine Führung
Die gefährlichste aller Führungslücken heißt:
Doppelmoral.
Gerade im Auto-Museum in Hamburg wieder daran erinnert worden, was alle sozialistischen Systeme eint:
„Gleichheit“, wenn sie von einer kleinen Elite definiert wird.
Doppelmoral und Heuchelei.
Und Eliten, die das Vertrauen der Masse verlieren.
G-Klasse, Mercedes-Benz 280 GE, Baujahr 1983. 2.746 ccm, 156 PS, 158 km/h.
Privat genutzt als Jagdwagen von Erich Honecker, dem obersten Repräsentanten eines Staates, der Gleichheit, Verzicht und Anti-Kapitalismus predigte.
Gekauft wurde der Wagen über eine verdeckt für die DDR operierende Firma in West-Berlin bei Mercedes-Benz. Der umfangreiche Umbau erfolgte ebenfalls im Westen – bis hin zur Montage von Gewehrauflagen.
Damit niemand erkennt, dass der sozialistische Staatschef ein Fahrzeug des „Klassenfeinds“ fährt, wurden alle Mercedes-Sterne und Schriftzüge entfernt.
Der Sozialismus hat nie ein Problem mit Luxus. Er hat nur ein Problem damit, wer ihn sehen und genießen darf.
Womit wir bei heute wären:
Wer predigt, was er selbst nicht lebt, braucht keine Gegner – er delegitimiert sich selbst.
Je moralischer die Rhetorik, desto genauer sollte man hinschauen, wer davon profitiert.
Je lauter „Werte“ kommuniziert werden, desto genauer sollte man prüfen, wer sie selbst nicht einhalten muss.
Führung ohne Vorbild ist keine Führung –
sie ist Verwaltung von Macht.
Gilt für Unternehmen ebenso wie für die ganze Republik.
Meine 50 Cents zum Sonntag 😉