"Ich bekomme so viel Trinkgeld"
Mein Sohn jobbt neben dem Studium als Kellner – nicht irgendwo, sondern in einem gehobenen Schlosshotel. Jedes Wochenende fährt er rund 50 Kilometer zu besonderen Veranstaltungen wie zu Sommergalas oder Weinabenden.
Er macht seinen Job mit Herz und Verstand: Gäste schätzen seinen Service, Kollegen seine Verlässlichkeit. Seine Tische bringen im Durchschnitt ein Viertel mehr Umsatz im Getränkebereich – und das Feedback bei Google & Co. spricht Bände.
Kürzlich bot ihm der Hoteldirektor an, regelmäßig unter der Woche zu arbeiten. Die Begründung: akuter Personalmangel.
Die Antwort meines Sohnes? Klar und überlegt: „Bei der Entfernung lohnt sich das für mich nur, wenn ihr entweder Fahrtkosten übernehmt oder mir etwas über Mindestlohn zahlt.“ Reaktion des Chefs: „Das ist leider nicht drin.“
Haben wir wirklich einen "Fachkräftemangel"? Oder einfach nur mangelnde Bereitschaft, Leistung fair zu bezahlen?
Willkommen in der Realität vieler Unternehmen:
👉 Leistung wird erwartet – aber nicht honoriert.
👉 Flexibilität wird gefordert – aber nicht belohnt.
Gleichzeitig geben viele seiner Kommilitonen ihre Nebenjobs sofort wieder auf, sobald BaföG und Elternüberweisung fließen. Weil sie’s können.
Also nochmal die Frage:
Gibt es wirklich einen Fachkräftemangel – oder einfach nur schlechte Bedingungen?
🔸 Arbeitgeber, die billig statt fair zahlen wollen
🔸 Führungskräfte, die sich selbst feiern, während ihre Teams innerlich längst gekündigt haben
🔸 Arbeitsbedingungen, die sich mit Bürgergeld + Schwarzarbeit einfach nicht messen können
Der „Fachkräftemangel“ ist in vielen Fällen schlicht hausgemacht.
Wer wirklich will, findet Lösungen.
Zum Beispiel: Wir helfen Unternehmen dabei, qualifizierte, deutschsprachige Menschen aus Vietnam zu integrieren, die in Deutschland eine Ausbildung starten wollen – rechtssicher, vorbereitet, motiviert. In 9 Monaten startklar. Hier könnt ihr euch den Prozess anschauen.
Interesse? Gerne bei mir melden