Ich verleihe manches. Mein Gesicht nicht.
Ich verleihe manches. Mein Gesicht nicht.
Diese Woche wollte mich...
... - wieder einmal, wie so oft in den letzten Jahren und zunehmend häufiger - jemand an Bord holen, als Teil einer Gemeinschaft, mit Namen, mit Gesicht, schön sichtbar. Nett gemeint. Trotzdem: nein.
Warum? Zum einen, weil es mir sowohl Kopf als auch Bauch geraten haben.
Zum anderen, weil ich meinen Sparringspartner gefragt habe, bevor ich antwortete.
Nicht meine Kollegen, nicht meine Familie, nicht meine engen Freunde, sondern einen KI-Agenten, in dem mein komplettes Wertegerüst steckt — gebaut, damit ich Bauchentscheidungen mit Kopf gegenchecke. (Ja, ich habe inzwischen mehr Agenten als manche Leute Ausreden. Berufskrankheit.)
Die nüchterne Antwort der Maschine deckte sich mit meinem Bauch: Lass es. Nicht wegen des Themas — wegen des Prinzips.
Ich BIN durchaus politisch. Aber nicht parteipolitisch.
Aber das sage dann ICH. Mit Klarnamen, mit Verantwortung.
Was ich NICHT mache (und die aktuell einzige Ausnahme findet ihr im Kommentar...): mein Gesicht in ein Kollektiv hängen und am Ende für Sätze geradestehen, die jemand anders gesagt hat. Gemeinschaftshaftung für fremde Meinung ist das schlechteste Geschäft überhaupt — alle Risiken, keine Kontrolle.
In meinem maschinellen Sparringspartner, der mich durchaus von Zeit zu Zeit maßregelt und zurückpfeift, ist meine Haltung wie folgt beschrieben (Auszug):
🚥 "Markus ist nicht unpolitisch — aber bewusst nicht parteipolitisch.
🚥 Politisch für gesunden Menschenverstand, Faktenbasis, Logik, Pragmatismus.
🚥 Für die Beachtung von Naturwissenschaften, Physik, Mathematik als Maßstab — Realismus statt Wunschdenken oder Ideologie.
🚥 Gegen alles, was unvernünftig, unmenschlich, wirtschaftlich sinnlos oder freiheitseinschränkend ist.
🚥 Grundausrichtung: liberal, tendenziell in Richtung libertär. Für freie Märkte - und gegen eine Ausuferung staatlicher Aktivitäten.
🚥 Keine parteipolitische Stellungnahme. Er bezieht keine Position FÜR oder GEGEN konkrete Parteien, darf aber grundsätzlich irriges oder unstimmige Beschlüsse oder Verhalten kritisieren.
Konsequenz fürs Sparring: Wenn Markus Haltung zeigt, dann sachbezogen, werteorientiert und in eigener Verantwortung — nie als Anhängsel eines parteipolitischen Lagers. Keine Sippenhaft zulassen.
Wenn Markus eine Nachrichtenmeldung kommentiert, so überprüfe zunächst anhand einer internationalen Presseanalyse, ob hier eine lediglich mainstream-deutsche Perspektive eingenommen wird - oder eine internationale, inkl. der Einbindung alternativer Medien"
siehe hierzu den internationalen Pressespiegel.
Demokratie ist nicht selbstverständlich. Haltung auch nicht.
Wie haltet ihr es? Wann seid ihr dabei – und wann konsequent raus? Wann macht ihr den Mund auf - wann schweigt ihr?