Ihr nächster Kunde könnte eine Maschine sein

Gastauthor

von Markus Milz

19.06.2026

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„Wir erleben gerade vielleicht den größten technologischen Innovationssprung in der Geschichte der Menschheit." Das sagt...


...kein hyperaktiver Start-up-Gründer, sondern Roman Melcher, IT-Vorstand bei dm-drogerie markt Deutschland – einem der nüchternsten, bodenständigsten Unternehmen dieses Landes im aktuellen manager magazin. Anlass: „Agentic Commerce".


Kurz erklärt: Ihre Kunden kaufen bald nicht mehr selbst. Ihr KI-Agent tut es. Er kennt Geschmack, Budget, Alltag – und schließt den Kauf eigenständig ab.


Nicht mehr der Mensch sucht das günstigste Angebot. Sein KI-Agent durchkämmt in Sekunden das gesamte Internet, vergleicht, verhandelt – Maschine gegen Maschine. Wer am langsamsten den höchsten Preis aufruft, verschwindet aus dem Spiel.


Google hat dafür längst einen Katalog von über 60 Milliarden Produkten aufgebaut. Händlern werden vom Markenerlebnis zum gesichtslosen Lieferanten im Hintergrund.


Während die halbe Republik noch diskutiert, ob KI „nur ein Hype" sei, bauen Google, Meta und OpenAI längst das Betriebssystem des künftigen Handels.


Und wer jetzt einwendet „Das betrifft doch nur B2C".

Oder "... nur den Handel."


Falsch. Es ist eine Vorschau. Für uns alle.


B2B folgt B2C nur wenige Jahre zeitversetzt - insofern darf sich heute schon jeder Vertriebsverantwortliche die Frage stellen, ob und wozu er überhaupt demnächst noch Vertriebler braucht, wenn Maschinen einkaufen.


Aber – und das ist mein eigentlicher Punkt – ich erzähle das nicht, weil Sie morgen alle über einen Agenten einkaufen. Ich erzähle es, weil es ein Symptom ist für eine Geschwindigkeit, die wir unterschätzen.


Die Welt hat sich in den letzten 6 Jahren massiv verändert. Vor 6 Jahren wurden wir mit Wucht in die Digitalisierung geführt, vor 3 Jahren machte sich KI einer breiten Öffentlichkeit bekannt. ChatGPT hat längst die Milliardenmarke an Kunden geknackt.


Vor diesem Hintergrund eine unbequeme Frage, die ich in meinen Keynotes gerne stelle:


"Haben Sie Ihr Geschäftsmodell, Ihren Vertrieb, Ihre Strategie in den letzten 5 - 6 Jahren EBENFALLS stärker verändert als in den 25 Jahren davor? Ehrliche Antwort?"


Bei den meisten wird es an dieser Stelle still. Ich bin ehrlich: Meine eigene Welt – Beratung, Strategie, Vertrieb, Training – hat mit der von vor drei Jahren fast nichts mehr zu tun.


Abwarten ist keine Strategie.

Hoffen ist keine Strategie.

Agieren – das ist Strategie.


Wer überlebt, ist nicht der Stärkste – sondern der, der bereit ist, sich zu verändern, BEVOR er muss.


Genau das sind die Themen, um die sich in unserer Praxis gerade fast alles dreht. Wenn es auch Sie umtreibt: Schreiben Sie mir - oder gehen Sie mit meinem Partner Prof. Dr. Klemens Skibicki und mir 2 Tage ins Future Leadership Camp, Infos siehe Kommentar.


Hand aufs Herz: Auf einer Skala von 0 (alles wie immer) bis 10 (wir haben uns RADIKAL verändert): Wo steht Ihr Unternehmen?