KI: Rationalisierungs- oder Befreiungswerkzeug?

Gastauthor

von Markus Milz

28.04.2026

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Drei Fragen, zwei Alternativen und eine Sache, die deutsche Mittelständler besser können:


Meta entlässt 8.000 Mitarbeiter, um die KI zu finanzieren, die ihre Arbeit übernimmt. So weit, so dystopisch.


10 Prozent der Meta-Belegschaft sind ab 20. Mai weg. 6.000 weitere Stellen werden gar nicht erst besetzt. KI-Budget für 2026: 115 bis 135 Milliarden Dollar. Bei Google stammen heute schon drei Viertel des neuen Programmcodes aus KI. Und Meta-Technikchef Andrew Bosworth hat es offen ausgesprochen: KI-Agenten sollen künftig den Großteil der Arbeit erledigen. Menschen führen sie an, prüfen, helfen ihnen besser zu werden.


Parallel werden die verbleibenden Mitarbeiter überwacht – jeder Klick wird zu Trainingsmaterial. Jeder ist im Grunde damit beschäftigt, seinen eigenen Nachfolger anzulernen. Nur dass der Nachfolger kein Mensch ist.


Jetzt höre ich oft den Halbsatz: „Bei der Geschwindigkeit, mit der deutsche Unternehmen unterwegs sind, betrifft uns das frühestens in zehn Jahren." Stimmt vielleicht. Ist aber kein Trost – sondern ein Auftrag. Zehn Jahre Vorlauf sind kein Geschenk an die Bequemen. Sie sind ein Geschenk an die, die jetzt klüger handeln als Meta.


Wir haben das in einem unserer aktuellen Strategieprojekte in einen einzigen Satz gegossen:


"𝗪𝗶𝗿 𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗺 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗮𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗮𝗯, 𝘄𝗮𝘀 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗮𝘀𝗰𝗵𝗶𝗻𝗲 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 – 𝗱𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗮𝘀 𝗸𝗼𝗻𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻, 𝘄𝗮𝘀 𝗻𝘂𝗿 𝗲𝗶𝗻 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵 𝘁𝘂𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻."


Im Vertrieb heißt das z.B.: KI übernimmt Recherche, Datenpflege, Lead-Bewertung, Angebotsentwürfe.


Mensch macht das Gespräch, baut Beziehungen, hört zwischen den Zeilen.


Genau das ist die Differenzierung der nächsten Jahre – gegenüber Wettbewerbern, die KI nur zum Sparen nutzen.


Jedes Unternehmen hat dieselbe Wahl:


➤ KI als Rationalisierungswerkzeug – Köpfe weg, Marge gerettet, Kultur ruiniert.


➤ KI als Befreiungswerkzeug – Menschen frei für Kunden, Partner, Lieferanten.


Drei Fragen, die ich jeder Geschäftsführung stelle:


1️⃣ Wo erledigen bei Ihnen Menschen Aufgaben, die eine Maschine besser kann?


2️⃣ Welche Aufgaben würden Ihre besten Leute übernehmen, wenn sie davon befreit wären?


3️⃣ Welche Geschichte erzählen Sie Ihrer Mannschaft – KI als Job-Killer oder als Befreiung?


Meta hat sich entschieden. Sie haben die Wahl noch.


Wenn Sie wissen wollen, wie das konkret geht - kommen Sie mit Prof. Dr. Klemens Skibicki und mir ins Future-Leadership-Camp in Deutschlands Digital-Hauptstadt - hier der Link.


Wir freuen uns auf Sie!