Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Gastauthor

von Markus Milz

11.08.2025

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Diese 9 Stufen sind der direkteste Weg ins Führungsdisaster:


Vor einiger Zeit führte ich ein Gespräch mit dem Vertriebsleiter eines inhabergeführten mittelständischen Maschinenbauunternehmens. Ihm waren acht Mitarbeiter unterstellt.


Meine Frage, ob er mit jedem davon eine persönliche Zielvereinbarung getroffen habe, bejahte er energisch.


Die gleiche Frage stellte ich anschließend seinen Mitarbeitern – sie verneinten.


Auf meinen Hinweis, dass ihr Vorgesetzter dies jedoch positiv beantwortet habe, lautete die verdutzte Erklärung:


»Ach – er meint vermutlich diese Excel-Tabelle, die er uns monatlich sendet … Nun, die habe ich mir noch niemals im Detail angeschaut. Aber mein Chef fragt auch nie danach.«


Kennen Sie die Führungs- und Kommunikationskette in Anlehnung an Lorenz:


Gedacht ≠ gesagt ≠ gehört ≠ verstanden ≠ einverstanden ≠ gewollt ≠ gekonnt ≠ getan ≠ beibehalten - nur dann stellt sich der gewünschte Erfolg ein!


Dass ich selbst als Führungskraft meine Vision kenne und denke, dass das Ziel auch jedem anderen im Unternehmen bekannt sein muss, ist – naiv!


Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Ziel nicht jedem bekannt – und erst recht nicht der Weg dorthin. Denken allein ändert nichts!


Jeder, der schon gehört hat: »Schatz, ich dachte, es wäre klar, dass du den Müll rausbringst …« und darüber in Streit geraten ist, weiß, wovon ich spreche.


Eine Führungskraft muss kommunizieren und sicherstellen, dass jeder Betroffene von Vision und Ziel gehört hat.


Selbst wenn die Botschaft gehört wurde, stellt sich die Frage:

Wurde sie verstanden? So, wie der Sender sie gemeint hatte? Von allen gleich?

Auch das ist selten der Fall.


Haben die Empfänger die Botschaft verstanden, bleibt offen, ob sie damit einverstanden sind – also der Ansicht, dass das Ziel das »richtige« ist.


Und selbst dann denken viele:

Was bedeutet das für mich? Will ich das? Akzeptiere ich die Konsequenzen?


Wenn ja, folgt die nächste Frage:

Kann ich die Aufgaben überhaupt bewältigen? Habe ich die notwendigen Fähigkeiten? Brauche ich Unterstützung – und bekomme sie auch? Ohne Nachteile für Karriere oder Standing?


Und selbst wenn alle Antworten »Ja« lauten – wie ist sichergestellt, dass die Person das Gesagte auch tut und beibehält?


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