Kraft entsteht nicht im Beschweren
Wenn ich dieses Bild sehe denke ich:
2. Weihnachtstag....
Vielleicht der einzige Tag im Jahr, an dem wir kurz innehalten könnten – wenn wir es zulassen.
Dieses Bild ist brutal ehrlich:
Die Schlange der Beschwerden ist endlos.
Die der Dankbarkeit fast leer.
Und ja, die Beschwerden sind nicht erfunden.
Es läuft vieles schief. Sehr vieles.
Strukturell. Politisch. Wirtschaftlich. Gesellschaftlich.
In Deutschland. In Europa. Weltweit.
Wer das leugnet, macht es sich zu einfach.
Aber ebenso einfach – und gefährlich – ist es, sich dauerhaft in dieser Schlange einzureihen.
Denn die Frage ist nicht nur, was nicht funktioniert, sondern was dieser Modus mental mit uns macht.
Dauerhafte Empörung erschöpft.
Erzeugt Zynismus, innere Ohnmacht.
Ich habe gelernt, wie stark sich Perspektive verändern kann.
Wer einmal erlebt hat, wie sich unerträglicher Schmerz dauerhaft anfühlt, versteht plötzlich, wie wertvoll schmerzfreie Tage sind.
Vergangene, "gehabte" Schmerzen sind toll. Denn sie relativieren. Und sie machen dankbar.
Vorgestern, am Heiligabend, habe ich meine Mutter gefragt, was für sie Glück ist. Ihre Antwort:
„Morgens aufzuwachen und noch da zu sein.“
Wir können nur wenig beeinflussen.
Aber wir KÖNNEN beeinflussen, wie wir auf die Welt blicken.
Und was wir emotional verstärken.
Mein Tipp für 2026: Steigt doch mal bewusst aus der Schlange der Beschwerden aus.
Nicht, weil alles gut ist – sondern weil Dankbarkeit Kraft freisetzt.
Kraft, die wir dringend brauchen, wenn wir die Dinge, die nicht funktionieren, wirklich verändern wollen.
Wünsche allen hier einen schönen zweiten Weihnachtstag!