Stärkste Armee – schwächste Kampfbereitschaft?

Gastauthor

von Markus Milz

28.08.2025

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„Sie werden es nicht glauben, aber es gibt soziale Staaten, die von den Klügsten regiert werden:


Das ist bei Pavianen der Fall“ so Medizin-Nobelpreisträger Konrad Lorenz einst.


Tja, schade, dass wir keine Affen sind...


In der Berliner Zeitung lese ich


„Viertgrößtes Militärbudget weltweit – Merz plant stärkste Armee Europas

Deutschland hat bereits das viertgrößte Verteidigungsbudget der Welt – und stationiert erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg dauerhaft Truppen im Ausland. Der Bundeswehr-Umbau ist historisch.“


Ja, das ist er tatsächlich.


Vor diesem Hintergrund habe ich gerade einmal gegoogelt:


Im Verlauf der letzten 40 Jahre ist die Kampfbereitschaft der Bevölkerung in den westeuropäischen Ländern deutlich zurückgegangen und bleibt seit etwa der Jahrtausendwende auf niedrigem Niveau:


In den 1980er Jahren – während des Kalten Krieges und bei hoher wahrgenommener Bedrohung – lag die Kampfbereitschaft in Westeuropa durchschnittlich um 30–40 %.


Mit dem Ende des Kalten Kriegs ab 1990 und der wachsenden Wohlstandsgesellschaft sank die Bereitschaft deutlich ab – teils auf unter 20–25 % in West- und Mitteleuropa.


Ab etwa 2005 pendelte sich die Bereitschaft, zur Verteidigung des eigenen Landes zu kämpfen, bei konstant niedrigem Niveau ein und liegt heute – je nach Quelle und Befragung - bei 15–25 % (z. B. Deutschland 18 % 2023 laut Umfrage, Frankreich und UK ähnlich.)


Neuere Umfragen aus 2022–2025 bestätigen, dass trotz geopolitischer Krisen (Ukraine-Krieg, NATO-Debatte) die Werte stabil niedrig geblieben sind.


"Wenn Sie den Krieg fortsetzen wollen, dann setzen Sie sich einen Helm auf und fahren an die Front !" sagte Italiens stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini kürzlich in Richtung Emanuel Macron. Recht hat er!


Irgendwie schwierig, Krieg zu führen, wenn das kaum jemand PERSÖNLICH will...


Und wir uns seit 2019 wirtschaftlich auf der Stelle bewegen und nächstes Jahr das vierte Rezessionsjahr in Folge beginnt...


Wenn ich mittlerweile auf unsere Gesellschaft schaue, ist sie gefühlt inzwischen so abgestumpft oder gleichgültig geworden, dass die Wahrheit als Belästigung empfunden wird. Egal, ob es um Corona, Klima oder Krieg geht.