Supermächte haben keine Werte. Sie haben Interessen.

Gastauthor

von Markus Milz

5.01.2026

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Hier sitze ich gerade, ein …


…Bier in der Hand - und schaue der Sonne beim Untergehen zu.


Eigentlich wollte ich nix lesen außer ein paar guten Büchern im Urlaub, mich um Familie kümmern, Sport machen. Bis nächste Woche wieder ein voller Terminkalender wartet.


Dann scrollst du durch LinkedIn, schaust doch in die Nachrichten.


Und liest BILD: „Trumps Venezuela-Krieg verändert die Welt.“


Stimmt!


Was wir erleben, ist nichts weniger als das faktische Ende dessen, was naive Gemüter jahrelang „regelbasierte Weltordnung“ genannt haben. Internationales Recht existiert nicht mehr als verbindlicher Maßstab. Es existiert nur noch selektiv.


Ukraine: völkerrechtswidriger Angriff – Sanktionen, Moral, Empörung.


Venezuela: völkerrechtswidriger Angriff – plötzlich „komplex“, „schwer einzuordnen“, „noch zu prüfen“.


Doppelmoral wohin man schaut!


1980 war Venezuela das reichste Land Südamerikas. Nach 40 Jahren Sozialismus unter Chávez und Maduro ist es das ärmste. Sozialismus wirkt halt. In der Sache mag man argumentieren, dass jemand ein Land „befreit“, das wirtschaftlich ruiniert wurde. (Trump sollte auch mal bei uns vorbeischauen… 😉)


Aber wenn wir anfangen, Angriffskriege nach Sympathie zu bewerten, dann brauchen wir auch nicht mehr von Recht zu reden.


Martin Sonneborn schreibt ironisch „wir erwarten jetzt von der EU sämtliche Rohstoffbeziehungen zu den USA zu kappen…“


Wenn wir 25.000 suizidale Sanktionen gegen Russland verhängen und bei den USA wegschauen, dann sollten wir endlich aufhören, von Völkerrecht und Werten zu sprechen.


Supermächte haben keine Werte.

Sie haben Interessen.


Das war immer so. Nur Moralisten und Dummköpfe in Blasen und in Brüssel und Berlin wollen es nicht sehen.


Was mich wütend macht, ist nicht die Realität. Sondern die Verweigerung, sie anzuerkennen.


Übrigens dasselbe Muster im Inneren:


Blackout in Berlin. Ein ganzer Stadtteil ohne Strom. Linke Terroristen. Aber kaum Aufregung. Kaum Verurteilung. Weder von Politik noch von Medien. Kleine Meldung, irgendwo zwischen Wetterbericht und Sport.


Warum?

Weil Linke „die guten Täter“ sind?


Cancel Culture das gleiche Spiel: Missliebige Meinungen verbieten, Menschen von Debatten und politischer Teilhabe ausschließen – und sich dabei unglaublich divers und weltoffen fühlen, weil man selber doch schließlich „die richtige“ Meinung vertritt.


Neulich schrieb ich, warum ich niemals als Politikberater arbeiten könnte – genau deswegen!


Mein Team und ich arbeiten mit Unternehmern! Mit Menschen, die sagen:

„Sag mir, wie die Welt wirklich ist – und nicht, wie sie sein sollte.“


Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt. Grönland? Kuba?

Oder wann andere Länder fragen, was Frankreich oder die Niederlande eigentlich noch in der Karibik verloren haben.


Ich gehe mir jetzt noch ein Bier holen.


Nächste Woche spreche ich wieder mit Unternehmern darüber, wie man in dieser irren Welt stabile, wachsende Unternehmen baut – wer Lust hat meldet sich!


Prost!