Transformation beginnt nicht im Vorstand, sondern im Prozess

Gastauthor

von Markus Milz

17.09.2025

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Fast alle Unternehmen machen denselben Fehler – und wundern sich, warum Transformation nicht klappt:


Seit fast 30 Jahren kenne ich diese Strategiepyramide. Am Anfang meiner Karriere habe ich sie als typisches „Berater-Slide“ abgetan. Nett anzusehen, schick gemacht, ein bisschen Buzzword-Bingo – aber doch nur Folienkosmetik.


Heute ist es anders. Heute ist sie im Beratungskontext meine Bibel.


Warum? Weil ich weiß, dass es funktioniert!


Drei Beispiele:


1️⃣ Top-down vs. bottom-up


👉 Es kommt ein neuer CEO.

👉 Er/sie holt ein neues Führungsteam, bestimmt Verantwortlichkeiten

👉 Dieses Teams haben die Aufgaben, ihre Abteilungen zu strukturieren,

👉 so entstehen letztlich Organigramme.

👉 Und am Ende stellt man fest: "unsere Prozesse laufen nicht rund!"


Einer der Kardinalfehler. So kann kein funktionierendes Unternehmen entstehen. Structure follows process – nicht umgekehrt. Die Abteilungsleiter haben nichts falsch gemacht - nur konnten sie ihre Prozesse eben nur INNERHALB ihrer Verantwortlichkeiten regeln - allerdings hören Prozesse nicht an Abteilungsgrenzen auf!


Nur wenn Prozesse definiert und unternehmensweit abgestimmt sind, ergibt eine Organisationsstruktur überhaupt Sinn. Alles andere ist politisches Stückwerk.


2️⃣ Mensch vs. Maschine


Früher war die Frage einfach – welcher Bereich, welche Person ist verantwortlich?


Heute muss ich fragen: Braucht es hier überhaupt noch einen Menschen? Oder macht es die Maschine besser, die KI?


Die Frage "Mensch oder Maschine" gilt es intelligent und zukunftsfest auszutarieren.


Das verändert das Spiel komplett.


Und damit sind wir bei der dritten radikalen Veränderung:


3️⃣ Spielregeln


Ein Fußballspiel macht deshalb Spaß, weil es Regeln gibt. Und Konsequenzen. Wer foult, sieht Gelb oder Rot.


Und Unternehmen?


Die wenigsten haben eine Kultur, die Verbindlichkeit schafft. Keine Konsequenzen, wenn Vereinbarungen gebrochen werden. Das Ergebnis: Chaos.

Dabei ist genau das das Fundament. Ohne Werte, ohne klare Leitplanken und Konsequenzen bleibt jede Strategie ein Lippenbekenntnis.


Wenn ich in Keynotes frage: „Wer hat das Gefühl, dass sich die Welt in den letzten fünf Jahren stärker verändert hat als in den 25 Jahren davor?“ – gehen 90% der Hände nach oben.


Frage ich danach: „Wer hat seine Strategie, seinen Vertrieb, seine Organisation in den letzten fünf Jahren genauso radikal angepasst?“ – schauen die meisten betreten auf den Boden.


Das ist das Problem. Und genau hier müssen wir ansetzen.


Transformation funktioniert nicht mit Folien. Transformation braucht Prozessklarheit, konsequente Spielregeln und den Mut, Organisation daraus abzuleiten.


Wer seine Strategie von der Folie in die Realität bringen will, die Transformation schaffen will – lasst uns sprechen!


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