Vom „Wir müssten“ zum „Wir machen“
Wir haben TikTok als Kunden gewonnen.
Genauer gesagt:
TikTok bzw. den Mutterkonzern ByteDance.
Darüber freue ich mich sehr.
Nicht nur wegen des Namens. Sondern wegen des Prozesses:
Dienstag: Anfrage.
Mittwoch: Erstgespräch.
Freitag: Entscheidung.
Montag/Dienstag: Start gewünscht – bitte nicht erst Mittwoch.
Vier Tage von Erstkontakt bis Beauftragung, sechs Tage bis Projektstart.
Keine Endlosschleifen. Keine Gremienrunden. Kein „Wir melden uns im nächsten Quartal“.
Seit Jahren schreibe ich darüber (siehe zuletzt hier), dass in unserer satt, vorsichtig und träge gewordenen Wirtschaft nicht die Komplexität das Hauptproblem ist – sondern die Diskrepanz zwischen Marktgeschwindigkeit und Entscheidungsgeschwindigkeit.
Märkte verändern sich in Quartalen.
Interne Entscheidungen dauern oft 4–6 Monate.
Manchmal 1–2 Jahre.
Ich kenne es aus eigener Erfahrung:
Anfrage.
Erster Termin in 2–3 Wochen.
Zweites Gespräch.
Interne Abstimmung.
Ausschreibung.
Vergleichsangebote.
Preisverhandlung.
Gremienfreigabe.
Bis zum Projektstart sind schnell nochmal sechs Monate vergangen. Manchmal auch 12 oder mehr.
Währenddessen hat sich der Markt bereits massiv weiterbewegt, die zugrunde liegende Entscheidungsbasis für den Projektinhalt stimmt längst nicht mehr, ist überholt.
Was ich an diesem Prozess beeindruckend fand, war nicht nur das Tempo.
Es war die Entscheidungsklarheit.
Die Klugheit und Smartness der Personen, mit denen wir zu tun hatten.
Klare Verantwortlichkeit.
Klare Zieldefinition.
Klare Priorisierung.
Speed ist kein Zufall.
Speed ist ein Organisationsdesign.
Wer Geschwindigkeit will, braucht:
– Entscheidungskompetenzen auf der richtigen Ebene
– Mut zur 80-Prozent-Logik
– Lieber riskieren einen korrigierbaren Fehler zu machen (haben sie natürlich nicht! 😉)und paar € zu verlieren als Speed
– Vertrauen statt Absicherungsroutinen
– Fokus auf Wirkung statt auf Prozessreinheit
Transformation ist keine Verlustgeschichte.
Sie ist eine Neuordnung von Wertschöpfung.
KI.
Neue Systemrollen.
Neue Geschäftsmodelle.
Neue Märkte.
Das Zeitfenster ist klein.
Die Frage ist nicht, ob ihr genug Ideen habt.
Sondern ob ihr schnell genug entscheidet.
Better done than perfect.
Renommierte, internationale Tech-Unternehmen zeigen: Es geht.
Die Frage ist:
Wie lange dauert bei euch der Weg von „Wir müssten eigentlich“ zu „Wir machen“? Wie viele Monate vergehen bei euch zwischen Einsicht und Umsetzung?
Wenn ihr eure Organisation auf echte Marktdynamik ausrichten wollt – lasst uns sprechen!