Warum entstehen gerade in Zeiten großer Investitionsangst die besten Chancen für Unternehmer?
Einer der besten Ratschläge von Warren Buffet lautete:
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind — und gierig, wenn andere ängstlich sind."
16. Oktober 2008. Lehman ist gerade kollabiert, der S&P steht 30 % im Minus, alle verkaufen in Panik. Da schreibt Warren Buffett sein legendäres NYT-Op-Ed „Buy American. I Am." — und schichtet sein privates Vermögen von Staatsanleihen in US-Aktien. Sein Satz dazu, aus einem alten Aktionärsbrief: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind — und gierig, wenn andere ängstlich sind." Der Markt fiel danach noch fünf Monate und weitere ~26 %. Er blieb. Wer am Tag des Op-Eds kaufte, lag Jahre später hunderte Prozent im Plus. Sein Goldman-Deal allein: 5 Mrd. $ rein, 3,7 Mrd. $ Gewinn.
Was Buffett 2008 über Aktien sagte, gilt heute für den Standort Deutschland. Wenn ganz Deutschland bei Investitionen auf „ängstlich" steht, ist das exakt das Signal, das kluge Unternehmer erkennen. Oder besser: Erkennen sollten.
Die Grafik sieht aus wie ein Offenbarungseid. 🚥 China 23 %, USA 4 %, EU 2 %, Deutschland 0,2 % — Schlusslicht unter 34 Ländern. Ein Land, das seinen eigenen Kapitalstock kaum noch erneuert.
Aber Zahlen sind Momentaufnahmen von Stimmung. Und Stimmung ist genau das, was Buffett meinte. Er blieb 2008 investiert, während der Markt noch fünf Monate und 26 % weiter fiel. Nicht, weil er Optimist war — sondern weil er wusste: Wenn alle gleichzeitig ängstlich sind, entsteht der Raum für die wenigen, die führen statt folgen.
Dieselbe Wahl haben Sie gerade. Sie können warten, bis „die Lage besser wird" — dann tun es alle anderen auch, und der Vorsprung ist weg. Oder Sie handeln jetzt, im leeren Feld.
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