Wenn Verantwortung nichts kostet, ist sie wertlos
Wow. Selten so viel Einigkeit auf LinkedIn erlebt:
Nach nur einer Stunde gab’s schon über 400 Likes, rund 5 % Interaktionsrate und eine Kommentarspalte, die ungewöhnlich geschlossen ist, das Ergebnis nach 5 Tagen seht ihr unten.
Offenbar trifft das Thema einen Nerv.
Danke an Steffen Konrath, der eine Analyse der 338 Kommentare zum Beitrag vorgenommen hat. Ergebnis:
– 35 % der Kommentierenden glauben: Wenn Politiker wirklich für Lügen haften müssten, wären Parlamente leer.
– 20 % fordern darüber hinaus finanzielle Haftung, inklusive Pensionsverlust und persönlicher Verantwortung.
– Nur 15 % äußern substanzielle demokratische Bedenken.
– Wirklicher Widerstand? Praktisch keiner.
Das spricht nicht für Empörung – sondern für inhaltliche Anschlussfähigkeit.
Seltsam, oder?
Wenn wir von Vorständen und Geschäftsführern persönliche Verantwortung verlangen –
warum verlangen wir sie dort, wo Entscheidungen Millionen betreffen, nicht?
In Organisationen ist Deckungsgleichheit von Kompetenz und Verantwortung eine Selbstverständlichkeit.
Was meint ihr:
Ist persönliche Haftung von Politikern undemokratisch - oder GENAU DER Mechanismus, der Vertrauen wiederherstellen kann?
Ich bin gespannt…