Wenn Verantwortung nichts kostet, ist sie wertlos

Gastauthor

von Markus Milz

12.12.2025

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Wow. Selten so viel Einigkeit auf LinkedIn erlebt:


Nach nur einer Stunde gab’s schon über 400 Likes, rund 5 % Interaktionsrate und eine Kommentarspalte, die ungewöhnlich geschlossen ist, das Ergebnis nach 5 Tagen seht ihr unten.


Offenbar trifft das Thema einen Nerv.


Danke an Steffen Konrath, der eine Analyse der 338 Kommentare zum Beitrag vorgenommen hat. Ergebnis:


– 35 % der Kommentierenden glauben: Wenn Politiker wirklich für Lügen haften müssten, wären Parlamente leer.


– 20 % fordern darüber hinaus finanzielle Haftung, inklusive Pensionsverlust und persönlicher Verantwortung.


– Nur 15 % äußern substanzielle demokratische Bedenken.


– Wirklicher Widerstand? Praktisch keiner.


Das spricht nicht für Empörung – sondern für inhaltliche Anschlussfähigkeit.


Seltsam, oder?


Wenn wir von Vorständen und Geschäftsführern persönliche Verantwortung verlangen –

warum verlangen wir sie dort, wo Entscheidungen Millionen betreffen, nicht?


In Organisationen ist Deckungsgleichheit von Kompetenz und Verantwortung eine Selbstverständlichkeit.


Was meint ihr:

Ist persönliche Haftung von Politikern undemokratisch - oder GENAU DER Mechanismus, der Vertrauen wiederherstellen kann?


Ich bin gespannt…