Wir schaffen uns nicht ab – wir verwalten uns zu Tode

Gastauthor

von Markus Milz

13.10.2025

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Was ich ja nicht verstehe:


Wir verabschieden uns gerade freiwillig aus der Industriegesellschaft.


📉 1991: 10,97 Mio. Beschäftigte im produzierenden Gewerbe

📉 2024: 8,1 Mio.

📉 2025: mindestens 150.000 Entlassungen in der Industrie.


Unsere Industrieproduktion befindet sich im kontinuierlichen Rückwärtsgang - und ist aktuell auf dem Stand von vor 20 (!!!) Jahren!


➡️ Über 3 Millionen weniger Menschen, die reale Wertschöpfung betreiben.


Gleichzeitig wächst der Staatsapparat:

📈 +13,5 % mehr Beamte, Richter und Soldaten von 2010 nach 2022,

📈 2025: mindestens 150.000 Neueinstellungen im öffentlichen Dienst.


Wir bauen Fabriken ab und Behörden auf.


Und das Schlimmste:


Deutschlands historischer Wettbewerbsvorteil – industrielle Stärke auf Basis günstiger und sicherer Energie – wurde freiwillig aufgegeben. Wo Energie teuer ist, gibt es keine Industrie. Wo keine Industrie ist, fehlt die Basis für Wohlstand.


Jetzt zahlen wir weltweit Spitzenpreise für Strom und Gas – und wundern uns, dass Industrieproduktion und Wettbewerbsfähigkeit schwinden.


Die Fragen, die wir uns stellen müssen, lauten

– Wer soll die stetig wachsende Verwaltung künftig bezahlen?

– Wovon leben wir, wenn der industrielle Kern weiter schrumpft?

– Wie lange kann das gut gehen, wenn Wertschöpfung durch Verwaltung ersetzt wird?


Nichts gegen euch, liebe Beamte – aber irgendwer muss euch bezahlen!


Vielleicht sollten wir wieder anfangen, Dinge herzustellen, statt nur noch Regeln darüber zu schreiben.


P.S.: Und all den jungen Menschen (91%), die laut Shell-Jugendstudie einen (vermeintlich) "sicheren Job" anstreben, und deswegen in den öffentlichen Dienst wollen (und natürlich noch links wählen!) sei gesagt:


Schaut euch mal Länder wie Argentinien (ab 2001), Griechenland (ab 2010) oder Venezuela (seit 2016) an - da waren die Löhne und Pensionen im öffentlichen Dienst irgendwann dann mal gar nicht mehr sicher - und wurden drastisch gekürzt oder gar nicht mehr gezahlt.


In diesem Sinne: Augen auf bei der Berufswahl - und bei den nächsten Landtagswahlen dann sowieso 😉